Schon seit einiger Zeit besteht eine kleine Interessengemeinschaft, die sich mit der Sportart Tennis beschäftigt. Eine der großen Fragen ist: Tennis in einem der ansässigen Sportvereine als Abteilung zu betreiben, oder einen selbstständigen Verein zu gründen. Unterordnung oder Selbständigkeit ? Die Antwort wurde relativ schnell gefunden. Ein neuer Verein, der 1.Tennisclub Hochspeyer e.V., sollte entstehen. Also wurde Folgendes wörtlich publik gemacht. “ Am Montag, den 19. November 1973, findet um 20.00 Uhr im Strand-Cafe Sewing, Hochspeyer die Gründungsversammlung des Tennisclubs statt. Alle Interessenten des Tennissports werden gebeten, sich pünktlich einzufinden.” So geschieht es, dass an diesem 19. November 25 Personen den 1.Tennisclub Hochspeyer ins Leben rufen. Bis Ende des Jahres 1973 wurden 37 Mitglieder gezählt. Es wurde beschlossen, diese 37 Mitglieder als Gründungsmitglieder anzusehen.
Sicherlich nicht um etwa die Aktivitäten des neu gegründeten Clubs zu beeinträchtigen, sondern aus wirtschaftlichen und politischen Gründen, “Ölkrise”, führte die Bundesregierung zu dieser Zeit vorübergehend ein Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen ein. Am 25. November 1973 war außerdem der erste von 3 autofreien Sonntagen in der Bundes-republik. Ungeachtet dessen wurden die Aktivitäten des neuen Vereins nun angekurbelt. Die erste Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender : Klaus Schwager 2. Vorsitzender : Bernhard Kleer Schatzmeister u. Schriftführer : Manfred Petrusch Beisitzer : Gunther Siegmund u. Harald Farries Am 14.01.1974 wurde in einer außerordentlichen Generalversammlung die Satzung des l.Tennisclubs vorgestellt und verabschiedet. Wesentliches daraus: Aufnahmebeitrag 3oo.--DM für Familien und 200.--DM für Einzelpersonen. Monatsbeitrag Erwachsene 10.--DM und Jugendliche 4.--DM. Zum Tennisspielen braucht man bekanntlich außer Tennisschläger und Bällen natürlich auch einen Platz auf dem gespielt werden kann. Es ging jetzt darum, ein geeignetes Gelände zu finden, um eine Tennisanlage mit zunächst 2 Plätzen zu errichten. Das Forstamt Hochspeyer ( Staatsforstverwaltung ) hatte in Aussicht gestellt, Gelände am Karlshübel in Verpachtung zur Verfügung zu stellen. In der Mitgliederversammlung am 19. 04. 1974 wurde beschlossen, ca. 4 ooo qm vom Forst zu pachten. Ebenso wurde beschlossen, sofort mit dem Bau von 2 Tennisplätzen zu beginnen. Bauingenieur Heinz Ruby übernahm Bauplanung und Bauleitung. Hans-Peter Gaul legte einen Finanzierungsplan vor.Etwa 75ooo.- DM mussten aufgebracht werden. Um die Finanzierung sicherzustellen , mussten Bürgschaften von Vereinsmitgliedern übernommen werden. 12 Mitglieder erklärten sich bereit, für je 3ooo.-DM zu bürgen. Es sollte nicht vergessen werden, diesen Personen nochmals zu danken. Dies waren : Heinz Bürger, Harald Farries, Ingolf Farries, Hans-Peter Gaul, Dieter Geib, Hans-Jürgen Holdinghausen, Bernhard Kleer, Erich Lackner, Lothar Müller, Manfred Petrusch, Klaus Schwager und Kurt Zoller. So wurde also im April 1974 mit dem Bau der Tennisplätze 1 und 2 begonnen. In unermüdlicher Arbeit der Vereinsmitglieder an Samstagen von früh morgens 7.00 Uhr bis spät in den Abend hinein und auch mehrmals an den Wochentagen abendswurden unzählige Arbeitsstunden geleistet, sodass am 14.09.1974 die Tennisplätze 1 und 2 eingeweiht werden konnten.
Wer nun dachte, das war´s zunächst, der irrte sich. In der Jahreshauptversammlung am 31.1.1975 wurden Pläne vorgelgt für den Bau des 3. Tennisplatzes und der Trainingswand. Auch Pläne für den Bau eines Clubhauses wurden diskutiert. Anfang Mai, an Christi-Himmelfahrt, fand das erste Medenspiel der l. Herrenmannschaft F-Klasse in Rodalben statt. Die Mannschaft gewann, man kann sagen, sensationell mit 7 : 2. Waren doch durchweg Neulinge am Werk. Die siegreiche Mannschaft spielte mit der Aufstellung: Dieter Kespohl, Harald Farries, Gerd Hahn (verst.), Herbert Hartmann, Ingolf Farries und Dieter Memmer.
Der Tennisplatz Nr.3 konnte wiederum nach vielen Arbeitsstunden an Ostern 1976 in Betrieb genommen werden. Für den Clubhausbau wurde ein Erbpachtgrundstück von der Gemeinde ( 0,2085 ha ) bewilligt und bis auf das Jahr 2075 festgeschrieben.Nun wurde der Clubhausbau mit Macht vorangetrieben. Herbert Stutzenberger war Planer und Bauleiter. Bereits am 20.11.1976 konnte die Grundsteinlegung erfolgen. Sportlich hatte sich inzwischen auch einiges getan. So wurde mit 3 Herrenmannschaften und auch erstmals mit einer Damenmannschaft in der Saison 1976 gespielt. In der Jahreshauptversammlung am 25.02.1976 übernahm Hans-Peter Gaul den Vorsitz, von dem nicht mehr zur Verfügung stehenden Klaus Schwager. Am 16.06.1978 war es so weit: Das neue Clubhaus wurde seiner Bestimmung übergeben. Über 6500 Arbeitsstunden in Eigenleistung wurden "verbaut". Architekt Herbert Stutzenberger übergab dem 1.Vorsitzenden Hans-Peter Gaul symbolisch den "Tennisschlägerschlüs-sel". Der Verein zählt nun 108 Mitglieder.
Besonderer Dank gilt dem inzwischen verstorbenen Vereinsmitglied, Heinrich Stratmann, für die großzügige finanzielle Unterstützung, sowie seinem unermüdlichen Einsatz für unseren Club. Allerherzlichster Dank auch den Herren Kullmer Heinz, Mayer Friedrich, Piontkowski Gert (verst.) Ritter Siegfried (verst.) für aberhunderte unentgeltlich geleisteter Arbeitsstunden beim Aufbau der Tennisplätze und des Clubhauses. Um so bemerkenswerter ist diese Leistung anzusehen, da diese vier keine Vereinsmitglieder sind oder waren.
Ein Clubhaus muss natürlich auch bewirtschaftet werden. Dazu konnten als Clubwirte Ursula und Werner Köbler gewonnen werden. Weitere Clubwirte in eigener Verantwortung waren in den folgenden Jahren die Familien Hildegard und Manfred Petrusch sowie Harald und Inge Farries. Dies ging bis in das Jahr 1984. Außerhalb der Saison fanden nun regelmäßig bis heute einmal im Monat die sogenannten Dämmerschoppen statt. Dabei traf und trifft man sich im Clubhaus und verbringt einen gemütlichen Nachmittag, der zu einer langen Nacht werden kann.
Ab dem Jahre 1979 kamen etliche Freundschaftsspiele zustande. Diese alle aufzuzählen ist fast unmöglich. Besonders zu erwähnen sind dabei ab 1979 die Treffen mit den Berliner Bären und seit den 90ziger Jahren diese mit den Tennisfreunden aus Oberhoffen im Elsaß. Im Jahr 1980 wurde das Gerätehaus fertiggestellt. Ein Grillplatz kam hinzu. Die Grillvorrichtung, der "Eiserne Heinrich", wurde von dem Vereinsmitglied Heinrich Stratmann erstellt. 1981 wurde ein Grundstück von der Familie Cronauer erworben, um die bessere Gestaltung der Tennisanlage zu ermöglichen. Im Jahr 1983 feierte der 1.Tennisclub Hochspeyer sein 10 jähriges Vereinsjubiläum. Der Verein hatte nun 146 Mitglieder. Das 10-jährige Jubiläum des Clubs wurde am 19. November 1983 bei großer Resonanz im Ev. Gemeindezentrum gebührend gefeiert. Der 1. Vorsitzende Hans-Peter Gaul konnte viele Gäste und Prominente gegrüßen. Die 1. Herrenmannschaft, die kontinuierlich, beginnend in der F-Klasse, ihre Aufstiege feierte, konnte zum 10-jährigen Vereinsjubiläum den Aufstieg in die A-Klasse bekanntgeben.
Im Jahr 1985 bekam das Clubhaus eine Gasheizung. Zuvor konnte nur mit dem offenen Kamin geheizt werden, wodurch es zur Winterszeit doch manchmal Probleme gab. Ab der Saison 1985 wurde das Clubhaus von Mitgliedern freiwillig im wöchentlichen Wechsel bewirtschaftet. Man begann mit 12 Paaren, sodass natürlich bei 26 bewirtschafteten Wochen und den Dämmerschoppen sowie sonstigen Veranstaltungen die "Clubwirte" doch zu mehrmaligem Einsatz "gezwungen" waren. Im Jahr 1998 ist der Club in der glücklichen Lage auf über 50 Personen, die als Clubwirte zur Verfügung stehen, zurückgreifen zu können. Dies ist sicherlich eine großartige Sache, die ihresgleichen sucht. Als Dank an die Wirte findet alljährlich vor Saisonbeginn das "Wirteessen" statt. 1986 erwarb der Tennisclub das bisher vom Forst gepachtete Gelände. Am 12.März 1988 übernahm Manfred Mürkens den 1.Vorsitz des Vereins von Hans-Peter Gaul, der nicht mehr zur Verfügung stand. Im Jahre 1991 wurde der längst fällige Platz Nr. 4 fertiggestellt. Das Eröffnungsspiel bestritten die Meistermacher des 1. FC Kaiserslautern Karl-Heinz Feldkamp und Reiner Hollmann, der zu diesem Zeitpunkt auch Clubmitglied war. Ebenfalls im Jahre 1991 wurden alle 4 Plätze mit einer Beregnungsanlage ausgestattet. Das Jahr 1993 brachte den notwendigen Clubhausumbau mit neuer Küche. Diese wurde pünktlich zum 20 jährigen Jubiläum fertiggestellt. Seit dem Jahr 1994 besteht eine Kooperation mit der Hauptschule Hochspeyer, wöchentlich stehen dieser einmal für 2 Stunden 2 Plätze zur Verfügung. Diese Maßnahme wird vom Sportbund Rheinland-Pfalz unterstützt. Am 23.3.1996 wurde Dieter Bodenmeier zum 1.Vorsitzenden für den nicht mehr kandidierenden Manfred Mürkens gewählt. Im Jahr 1998 feiert der 1.Tennisclub Hochspeyer sein 25-jähriges Jubiläum. Der Festakt fand am 20.11.1998 statt.
Am 22.11.2003 fand, in den Räumlichkeiten des Deutschen Roten Kreuzes in Hochspeyer, unsere 30-Jahr Feier statt.
Die Mitgliederzahl beläuft sich aktuell auf 160 Mitglieder.